Nibelungenfieber
Nadine Bembel im Gespräch mit ihrem Regissuer
"Färb mir die Wimpern so rot wie das Blut, das aus den Adern eines Regisseurs fließt."
Nadine will Ruhm

»Ich mache mir Sorgen um meine Brustwarzen«, hauchte Nadine.

Was sie da trug, war definitiv nicht ihr bisheriges Kostüm. Dies hier war Cher, wie sie auf die USS Missouri geschlendert war: nichts als hochhackige Lackstiefel und schwarze Netze mit einem einzigen langgezogenen aber dennoch so gut wie durchsichtigen Tangaslip darunter. Das war nicht mehr Cher aus der Zeit, als sie noch jung und frisch war, das war Cher, als sie schon alt und sexy war.

Nadine öffnete ihr Lederjäckchen, um ihm zu beweisen, dass man wirklich alles sehen konnte. »Meinst du, ich sollte Pflaster über sie kleben, oder soll ich lieber vor jeder Szene mit Eiswürfeln drüber rubbeln?«

Peter war mehr als ein wenig verlegen. »Ich … äh … ich weiß nicht … Pflaster?«

Sie ging auf ihn zu, nahm seine Hand und führte ihn zu ihrem Schminktisch. »Schau mal hier, welche passen am besten: Herzen, Sternchen oder die hier mit den Troddeln?« Sie öffnete seine Hand und legte zwei Pflaster hinein. »Am besten probierst du es selber aus.« Sie entledigte sich ihres Jäckchens.

»Es hätte ganz entscheidende Vorteile für dich, wenn du mir die Hauptrolle wiedergibst«, hauchte sie. Sie zog ihm ein Pflaster auf, setzte es auf seinen Daumen, zog dann anmutig ihren Netzbody über eine Schulter, führte seine Hand zu ihrem zarten Busen und flüsterte: »Na komm, kleb’s mir doch.«

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